Resumée nach 2 Wochen Nachsuchearbeit auf Reh während der Herbstjagd

Ich spüre es immer wieder als Previleg meinen BGS Rüden Anouk von der Königswand zu führen. Es ist ein Vergnügen ihm bei der Arbeit zu verfolgen. Anouk ist im 2. Behang und hat noch einn Jahr Ausbildung vor sich, bis er an einer Hauptprüfung teilnimmt. In den letzten 2 Wochen hatten wir 8 Nachsuchen auf schrotbeschossenes Reh:

 

 

1 Totsuche (jedoch wurde das Tier von Hunden gejagt und die Nachsuche ging über rund 2 Stunden). Irgendwann hatte der Bock die Hunde abgehängt und ist ins Wundbett gegangen. Die Stehzeit der Fährte war 2,5 Stunden. Die Nachsuche war im extrem schwerem Gelände und eine Rotte Schwarzwild hatte die Fährte gekreuzt

 

 

 

 

1 Tier hat sich ohne Hatz gestellt und wurde niedergerissen.  Auf dem Bild verfolgt Anouk, dass sein Bock nicht abhanden kommt

3 Tiere hatten rund eine 300m lange Hatz und wurden niedergerissen. Das Verhalten ist immer identisch. Das Reh geht bis 1 km, manchmal auch kürzer in eine Richtung und kehrt dann im Bogen zurück. Die Hatz findet in der Nähe des Anschusses statt. Ein Schutzkleidung ist unbedingt nötig, da es durch Dickungen geht und oft das Tempo von Anouk schnell ist. Die Stehzeit war teilweise bis 16 Stunden

1 Hatz ging über 30 min. und war nicht erfolgreich, weil das Reh 2 grosse Dickungen als Rückzug hatte und immer wieder Kreise zog. Das Reh gewann beim Abgang immer einige Minuten um sich zu erholen. 

 
1 Hatz war nicht erfolgreich, da der Hund mit Schweissleine hatzte  (Führerfehler) und das Reh fast 2 mal niederreissen konnte. Der Hund brach ab, kam zum Führer um sich der Leine zu entledigen. Danach setzte sich jedoch ein Stöberhund hinter das Reh und das Tier konnte am Folgetag auch nicht gefunden werden mit Nachsuche über 2 km

 

1 Vorsuche ergab kein Interesse von Hund und Kontrollhund. Das Reh war beschossen aber scheinbar nicht krank oder krank genug, dass der Hund die Fährte annahm.

Damit wurden von 8 Schrotbeschossenen Tieren, derer 5 gefunden. Die Suchen waren oft 2 km lang bis es zur Hatz kam. Die Hatz fand immer in der Nähe des Anschusses statt. Dazu braucht es einen Hund der auf Bodenverletzung läuft, Verleitfährten nicht annimmt, da es keine Bestaetigungen gibt ist keine Kontrolle möglich. Man muss seinen Hund lesen können, denn er gibt an, wenn man in die Nähe des Tieres kommt und er bereit zur Hatz ist. Der Hund muss niederreissen können, denn das Reh sucht die Dickungen. Ein Schuss ist kaum möglich. Der Führer muss so fitt wie der Hund sein, damit er folgen kann.

Fazit: Falls ein schrotbeschossenes Tier nicht liegt, immer ein Gespann anfordern, dass eine solche komplexe Aufgabe auch lösen kann. Dann ist die Erfolgsquote genügend, aber lange noch nicht wo sie sein sollte. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 8